1660. 467. 10) Praz. med. Üb. IX cap. 22. Hag. Comlt. 1651. L 861. 11) Praz. olin. L IIb. V. oap. 87. Tit. XIL Opp. Norimb. 1688. 287. 12) Diss. epist ad Cole de allbet hjster. In 1^. Opp. G«mt. 1786. 1. 279. 13) De febribos cap. XVI. In i;|d. Opp. Amstelod. X68S. 124. U) Med. rat. syst Tom. IV. Part. L Sect. IL cap. 10. In ^d. Opp. Gencr. 174S. U. 15C 15) Gritieal essay on fevert. cap. IX. Lond. 1718. 811. Organ •Krankheiten. Paerperalfieber. 383 S 1^ ü .— 5> 09 U o 3 O) C ^ «^ es 3 i2 5 ^ 3^-S c J3 s ^ ö-S ^> ^ 3 1-9 G »^ ü © tj ^ S ^ S -ö 3 P C : = =! 3 CO S ^ a> p CA -* H «8 9i M u So 2 .0 1.111 2 3 c-o.S: 0) M > CO 0) a •o fr« o I CO bD o o a o O g S'd SUnn .3.1.3 .1.9.3 I 13 1 1 J 8 _ - I r* r* t* r^ r* st* st* r* t» o )i* I t*t*o» 1*1* r* T" l*t*t* l*r*r* 3S4 Hiraeh, historisch geographische Pathologie. o ■So o « O O «tf 9 d o w d o a o ^^ CQ b «8 ^ ® ^ 9 ''riS.- :ss » si «- «in 1" «"- s^lS-silÄ "^ OcQOOEHOflQOi-3>-s>-s>-sOPQfaHH^>-s«0Q«O?i^ M OOi C8^ a o «8 d d O es (3 « C o hl d . o » b. « ^^ © d ■ » bcd g ö t«B d ^ o 2^ * OB 5« .S3 A O O 0) O O ,i3 i S d 3 d S^ :eS io8 :a i3 loS ^ O « O « ooooo fl Ö § d d £ .«i4 •» .^ »»^ ••* ••* a f 1 $4 ,•0 I S t4 ^ E5^ il 3 »4 d.^ d4g d ^ 94 9« '^1 I <t3 I I I I I I «^ I I i S^ 9 d -|f « ,51 ,1|| |||||||g| g gil 5,||: o OiQo OCMOOO^IO^QhJQ^J^ CO A Od CQ eo ^ Sc? e« 1-4 e« Vi4 «H ^ III TlIM 171 I I I I »«t^t^t^t^t^t^t* s:t«t^r^r^t*^« sr« t^ ^« o go a5 od od cd ::cdoooo soo Organ -Krankheiten. Poerperalfiebor. 385 JJ.ä.g.s.SJ.g "1 ig* r .ri N Ig O «?MOoo 9 ' 113 gsj Is-H-s-« fl J o 'S g flS fl 8 s^'b iSP 3cami^Mfi< o eo "^ «Ji lO <6 1^ 00 06 A o» €0 00 00 00 00 00 00 soo soo c roo s s ^4 ^4 iH P^ P^ iH IH ,H fH *-4 ^iH c4 eo ^ 'fiio SGO 00 00 SOO S^OO SOO OD 886 Hir8oh, historitch geographisohe Pathologie. •o 2 g • * «i< >•*- a.2 .zi © ® o o o o r 'S «g © J^'H-^ • « f^ ^-o © © fl © bo Q o © fl •:2 o O fao ©?O7lO-^^.-Oo«OM0fl8-^.^t,OO« © fl^ Set Hfl d Q o ; • o * O o «8 :^ •0 O n ja ^ o © tf P H PC4 ® fi ® s :i8 ä U .S © © (4 © J fl.g a © © iiii >e8 .3 :^ OQ © © t4 b JJ.a.gJ.l.a.ä.a.l§^ ,d :a w >^ qj a t- « liJ ^ 3c=^ " » •. .a^ V gi ^ £» © Cm © I « O n .1.1 .9 a 5 •a| ^ I fa*« © © 0»C Qi0 ©'©'6 affl-<^^^afeo I S g §-11 rlilill-yiillil irJI? S ::S t^ t^GO CO S £00 00 CO 00 o s ; coo 1 Orgon-Erankheiten. Pnerperalfieber. 387 o «W O 9 U U 0i 9 3 O 3 BD**»- ö a o « fl ^ d d [ M »^ Ä^ a 08 d a> q8 d {}, weicher mehrerer von ihm selbst aiil den beobaclileten j^älle der Krankheit gedenkt; aus Siidamerika D grössten Theile des alrikaniscJie n Conlinerits liihlen dageji,en die vorliegende Krage bexöglichen Angaben, Nnr aus Ej^ypien I wir von Pruncr, dass Febris puerperalis» wiewohl st;llener und allgemein als m Europa, zuweilen auch hier in gröSReren Dimen- angeirotlen wird, so u. a, im Jahre 1844, in welcheni sich eine alinüuenz (7J von Alexandrii^n bis in die Thcbalde ersireckl haben — Ebenso sparsame Nuciiriditen liegen vom asiaii sehen J*'esi- lud zwar nur aus Indien, von Wehb*) und Twining 3} vor, chen alierdingB erhellt, dass Puerperalfieber unter den Hindu tränen srade Seiten, zuweilen selbst in gehaulten Fällen ungetroflen wird, i au s ira 1 i s c h e n Co n t i n e n le *), wie aut N e u - b c e 1 a n d ^J seheint nkJiisitt wenigstens bis gegen die Mille des 5* Deeenniums dieses derts, sehr selten vorgekommen zusein; uuf V an-Uiemensland soviel Üerapster'Sj weiss, zum ersten Male im Herbste des Jah- 3p und zwar im OistriKte von Norloik, bei einigen Frauen beob- vorden, die ziembcii gleichzeitig erkrankten und von denen 3 der Ui erlagen. 199* Wenn wir auch unbedenklich voraussetzen dürfen, dass tfieber ini»erhalb der tropischen und subtropischen Gegenden viel vorkommt, als es die vorliegenden Nachsichten erkennen lassen, so jt es doch keiner Frage, dass die Krankheit dort caeteris pnribus «ner als in höheren Breiten angelruiren wird, und wenn diese Be- ung im Vorkommen und der Verl>reitung des Leidens, wie bemerl%tj me Zweilel im innigsten Zusamnienhanb^e mit dem Mangel von Ge- enj und andern ähnlichen Insütulen in jenen Gegenden sieht, so in dieser Beziehung doch auch kli malische Verhältnisse einen I verkennenden Eintluss; welcher Art dieser Einfluss des Klimas Verbreitung, resp, Beschränkung der Krankheil, ob er ein direkter Ijrekter ist, soll später untersucht werden; dass ein solcher aber pl existirt, scheint mir unwiderlcghch aus den Eigenlliümllchkellen igelien, welciie die Krankheit in ihrem Autüreten und Verb u Fe in UJid tiöhert-n Breiten wahrend der einzelnen Jahreszeilen zeigt, Imlichkeiten, wcluiic in dem vorwiegenden Vorherrschen de i selben kalten, und einem bemerkenswerLhen Zurücktrelen während der war- iMile ausgesprochen sind, und sich namentlich in derobcn mitgelheil- lemiologischen Uebersicht mit aller Evidenz aussprechen. Wir hnden uHcht duss in 176 der oben verzeichneten KindbetUieber-Etndemieen, ütien die betreffenden Daten genauer angegeben sind, die KrankheU 85mat 34,, mi Winter Frühhng Herbste Sommer ihren Anfang genommen hat. *tiMi im , , , ptterpcril fever etc Lüii4. I»?t. If*. »J P«tholo^«. liiiUc». Lt>tn!. 3) UUnJcul iUu«(riilii»i(ii nf ihi« nmtK Empor Uni lUäejiscii iH Beutfitl «iL', >, IL Ott, 4t Mtitidil in Lmiijoi tUU. tlpllir^ \^tu &> Tkomtoti (u m»m. h^r. ttUKj.^i^bir. Eevp L o. Hl ealcijtt. med. 'I'ruiuiaük Vlk H&" f^, liitt. ecoffr. PiaJiar II, ^j 89S Hirsch, historiioh geogfr^^bitohe Pathologie. und dass von diesen 176 Epidemieen 57 im Winter 23 „ Winter und Frühling 2 vom Winter bis Sommer 30 im Frühling 6 „ Frühling und Sommer lo : KS und Winter } ^»""««•'' »""-»• 6 vom Herbste bis Winter 7 „ Sommer 8 „ Sommer und Herbste 3 vom Sommer bis Winter 7 ein ganzes Jahr und darüber Die Prävalenz der Krankheit während der kälteren^ Jahreszeit« besonders während des Winters tritt hier in einem ausserordentlic gesprochenen Grade hervor, und dieselbe zeigt sich nicht wenig stimmt in der von einer grösseren Reihe aufmerksamer Beobachter und neuerer Zeit, so namentlich von de la Roche ^), Dugös^, quest^, Dubreuilh^), Virchow^ u. a., konstatirten ThaU dass Puerperalfieber bei längerem Bestände, sowie überhaupt als misches Leiden, zur Winterszeit, resp. während der kälteren Mona' wohnlich am verbreitetsten und bösartigsten vorzuherrschen pflegt St. Petersburger Hebammeninstitute gestaltete sich die Krankheitsfr in den einzelnen Jahreszeiten während des löjährigen Zeiträume 1845 — 1859 nach H u gen berger (1. c. 5) folgendermassen : es y verpflegt: * Wöchneriimen im Winter 2106, von denen 405 od. 19,28% erkr. u. 88 od. 4,18% s „ Frühling 1984. „ „ 292 „ 15,090/o „ „ 66 „ 3.41o/o „ Herbste 2069, ., „ 810 „ 14,98% ». „ 46 „ 2,17% „ Sommer 1927, „ „ 227 „ 11.770/o „ „ 89 „ 2,02% §. 200. Von einzelnen Seiten ist auf den hier erörterten Ui insoferne ein ganz besonderes Gewicht gelegt worden, als dersel Nachweis von der durch atmosphärische Einflüsse bedingten, oder malischen Natur von Kindbetlfieber benutzt worden ist Eine £röi dieser wichtigen Frage von dem miasmatischen Ursprünge der Rn soll an einer späteren Stelle ihren Platz finden, hier will ich nur n: nigen Worten auf die unhaltbare Ansicht deijenigen eingehen, welcl Einfluss der, den kälteren Jahreszeiten eigenthümlichen Witterung hältnisse in eine direkte Beziehung zur Pathogenese gebrach Krankheitsentstehung geradezu aus jenen Witterungseinflüssen ab{} m Wien, 1798 in Creteil, 1832 in Bonn, 1842 in Eennes, 1B43 in p) und bei warmem und feuchtem Herbst- oder Frühhngsweller (1818 , 1829 in Lyon), während heisser Sommer (1805 in Hostock, 1819 in n) ü, s. w. — Von einzelnen Beobachtern ist ein besonderes Gewicht iden Einfliiss starker Temperaturwechsel aul die Extensität und siUit gelegt worden, wie sich derselbe u, a, 1825—6 in Stockholm, : in Gralz/1856— 7 in München, 1857 in Prag, 1845—6 in Lyon und erselben ^eit in Paris bemerklieh gemacht haben soll, von wo es in betieffenden Berichte *) bei Besprechung des Einflusses der Winler- tmn$ auf die Krankheitsgenese heissl: „li est des circonstaneeSp que devons signaler comme ayant une aciion re^elle, ce sonl les vari- ons brusques et les grandes perturhations atmosph^- ues, LHnfluence de ces variaUons et de ces pertnrbattons atmosph^- aes est st conslantc. ainsi que Vü remarquä M. le protesseur Dubois, 11 est rare quelles se manüestenl sans se traduire immediatement par elqnes cas simnltan^s d^affection puerperale, A ce titre, les venls vio- U qui onl r^gne pendant une parlie du mois de janvier pourraienl hien lire pas etrangers ä tu manitestation de cet <^tat morbide.** — Dass die- äiiologische Moment nicht ohne Einüuss auf das gesammte physlolo- heVerliaUen einer Bevölkerung, und spcciell des kranken Theiles des- sen ist, kann um so weniger in Abrede gestellt werden, als der schäd- ! Einlliiss jenes Momentes auf den Verlauf vieler, akuter und clironi- f, Krankheiten nachgewiesen, und so auch wohl auf den des Puer- iftis und Kindbettliebers wahrscheinlich ist, allein jene Schädlichkeit der Genese von febris puerperal is in einen direkten, kausalen Zusam- ihang zu bringen, dazu liegt um so weniger Grund vor, als viele au- Beobachter» ihren Erlalirungen gemäss, einen derartigen EiJilluss von lenmfis Verhältnissen auf die Pathogenese direkt in Abrede stellen; iu ßi^rirhte über das Puerperalfieber 1830—1 im Gebärhause in Paris lartCruveilhier: ,J'ai vainementcherche dans les vicissitudes atmos- iriques, snit brusques, soit graduelles, dans le froid sec on dans le froid ide, les causes de r^pidiimie," und in derselben Weise sprechen sich llemier bezüglieh seiner Erfahrungen in der Epidemie 1838 in der Iqtie in Paris» und Grünwaldl und Hugenherger nach den im eninstitule in St* Petersburg gemachten Eriahrungen aus; „die g," sagt Grünwaidi, „äusserte durchaus gar keinen Einfluss, auf die Entstehung noch aul den Verlauf der Erkrankungen; eine ne Vergleich ung des Barometer- und Thermomelerstandes an jedoD i)Q- tt4C d« Fari». lim. nt, «, 1^. m^ 894 Hirteh, hultoriioh geogn^^liiidlM Püliologia „Tage, ebenso der Wtndricfatung, zeigte, dass bei jedem Wind Diid ,JErkranl{}) nur für drei Persouen beatiBonii ,,Kmd, war man zufolge des Zudrangei genÖthigt^ vier Personen zu tej^en, wo- ,f durch der freie Raum be^chräukt ward ; eine solciie IJeschnInkung; wenn auch ^währeüd einer kurzen Zeit vielleicht unschädlich, wird doch in der Lange ;.nichi so ertragen, YOtHungumtet auch, dase dabei eine vollständige Ventilati üh .fUnunterbro^hen fortgesetzt wird.*' Die Krankheit lieii, wie geseigt werden tollt erst nach^ als energische Maassregelo tur Beseitigung jener Misestäode ergriÄen und ansgeführt werden konnten* Gleicfi lautende Beobachtungen sind viel lach in den Dubllner Gcbär- sasern ffeiuacht worden; so bemerkt CJarke, dass die Krankheil da- i 1787 zu einer Zeil ausbrach , als das Gebarhaus so überlüllt war, as man „gegen die Gewohnheir*t zuweilen zwei Wöchne- nncn in ein Bell zu legen gezwungen war, Douglas erklärl, h den daselbst in den Epidemien 1810 und 1812 — 13 gemachten Er- rungen, mit aller Bestimmtheit annehmen zu können, „dass ein sehr ffiUles Gebärbuus und eine sehrjell aul einander folgende, gehäufte Auf- bme \<m Neu-Entbundenen aut die Genese von Kindbeüiieber einen sehr einenden Einlluss äussert,** und so trat die Krunkheü, nach dem Be» Ire von ßeaity, im neuen Gebärhause in Dublin auch zuerst im Okto- ^18S4, zur Zeil einer Ueberiüllung desselben auf. — Litzmann (l c* \ licht in seinen Mittheilungen über die Kindbettfieberepidemie 1840 1Ä41 im Gebärhause in Halle den Umstand hervor, dass die Anstalt l^^^iid der ganzen Zeil des Vorherrschens der Krankheil mit Schwan- ynd Wöchnerinnen ungewöhnlich überfüllt war, und eine Lüllung Einigung der Zimmer deshalb nicht in dem Umfange, als man es tue, vorgenommen werden konnte. In gleicher Weise inachte sieh Üebelsland in der Epidemie 1849 im Stuttgarter Gebärhause bemerk- auch dem Ausbruche der Krankheit 1858 im Gebärhause in Bern ine Ueberlüllung der Lokali lälen voraus, und zwar blieb die Krank- fangs ausschliesslich auf die beiden Säle beschrankl, in welchen le meisten Wöchnerinnen bclanden, und wo dieselben siets die n Tage nach der Entbindung zu brach ien, und trat erst im '^ Saale auf» nachdem auch hier eine Ueberfüllung der Räumlichkeil cchnerinnen noth wendig geworden war. — Ich babe hier nur einen Ulcinen Theil vieler, gleichlautender Beobachtungen und Erfahrungen ^Üieilu was aber die, wie ich glaube, hinreichend erörterte Bedeutung *iben wesentlich zu erhärten vermag, ist die hundertfach erprobte ^^Bache, dass keine Maassregel dem epidemischen Vorlierrschen von ^^rperalfieber in Gebürbäiisem sicherer ein Ende zu machen vermag, als e zeiihclie Evakuation der Räume, in weichen die Krankheit geherrscht, i die Lüftung und gründliche Reinigung derselben. Schon viele ältere ^obachten Young, Clarke, Gooch u. a. haben diese Thalsache vieh h bestätigt gefunden, und noch zahlreichere, glelcldautende Beobach- gen liegen aus der neueren Zeit, so von den Jahren 1836 und 37 aus iblio, vom Jahre 171+2 aus Wien, 1839 aus Copenhagen, 1834 — S6 aus fei, 1&5Ö aus Petersburg, 1825, 1840 und 1858 aus Stockholm u. v. a. f; ,^ sudden eruption of puerperal fever,** berichtet Reese*) aus dem lllevtie- Hospital in New- York, „has appeared, in the lying-in wards, viral different times, the epidemic character of which has been in ^ery inslance promptly arrested by abruptly changing ihc apartments f aootkier floor of the house, having a different exposure lo the exler* lltr«afc, büt ffe««r. l'atlioL li. jMjiuary ^m 87 406 Hirtoh, hiitoritoh geo